Der dating code

Unter anderem hatte er behauptet, dass Lovoo mit unechten Nutzerprofilen arbeitet.

Aus dem uns zugespielten Material geht klar hervor, wie die eingebauten Tricks funktionieren und welche Ergebnisse sie produzieren.

Der US-Marktführer Tinder hat insbesondere das „Swipen“ als Auswahlmechanismus etabliert: Dem Nutzer werden Profilbilder anderer Nutzer aus der näheren Umgebung gezeigt – bei Gefallen wischt man sie nach rechts, sonst nach links.

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Weitere Kosten können beim Versand von Chat-Nachrichten anfallen: Ist der Posteingang des Empfängers voll, hat man die Möglichkeit, die Nachricht durch den Einsatz des kostenpflichtigen „Chat-Boosters“ dennoch zustellen zu lassen.

Ferner kann man seine Nachricht im Posteingang des Empfängers für 50 Credits als „Top-Chat“ hervorheben lassen, was umgerechnet mehr als 60 Cent entspricht.

Sollten die Kunden auf solchen Portalen abgezockt werden, kann es auch um wesentlich mehr als um materielle Schäden gehen.

Ein großer Player auf diesem Feld ist mittlerweile das Dresdner Unternehmen Lovoo (siehe Text-Kasten „Flirt-Börse Lovoo in Zahlen“).

Und siehe da: Genau so verhielt sich das System in unseren Tests.

Lovoo bietet vieles, was auch Tinder groß gemacht hat, an manchen Stellen sogar mehr, verpackt in gefällige Apps für Android und i OS sowie eine hübsche Website.

Jeder Klick zum Aufheben der Verschleierung kostet den Nutzer 20 Credits, was bis zu 26 Cent entspricht.

Das kann sich schnell summieren, schließlich verbirgt sich nicht hinter jedem positiven Voting eine interessierte Chatpartnerin.

Die Dokumente legen den Verdacht nahe, dass Lovoo systematisch Kunden hinters Licht führt, um sie zu kostenpflichtigen Aktionen auf der Plattform zu animieren.

Wir haben uns auf der Flirt-Plattform angemeldet, um die Anschuldigungen des Informanten zu überprüfen.

Danach arbeitet Lovoo bereits seit über zwei Jahren mit erfundenen Profilen.

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